Fabric Town

Letzten Samstag (01.07.) war ich nach der Uni in Nippori. Nippori ist ein Stadtteil von Tokyo und hauptsächlich für seine vielen Handarbeitsläden bekannt. ? Es gibt eine ganze Straße in der sich ein Stoffgeschäft an das andere reiht. Das ganze nennt sich Textil Town oder Fabric Town.

Hier lang ➡️

Leider war das Wetter nicht so gut. ☔Es ist ja Regenzeit, aber ich wollte mir ja auch hauptsächlich die Geschäfte von innen angucken. ? Die größten Geschäfte gehören zu der Firma (?) Tomato ? und es gibt wahnsinnig viel Auswahl. In dem Hauptgeschäft von Tomato ? gibt es fünf Stockwerke mit allen erdenklichen Bekleidungsstoffen. ✨✨ Ein Traum, ? aber leider kann ich ja gar nicht so viel mit nach Deutschland nehmen. ?

Und so sieht es auf fünf Stockwerken aus! ?

Es hat viel Spaß gemacht durch die unterschiedlichen Geschäfte zu laufen. Jedes Geschäft hat einen Schwerpunkt. Manche verkaufen nur Nähmaschinen, andere fast ausschließlich Knöpfe und wieder andere nur Zubehör. ?️

Ein Laden für Knöpfe

Auch die Geschäfte für Stoffe, verkaufen meistens nur eine Sorte von Stoffen. Also kann man dort entweder Bekleidungsstoffe oder Deko- und Polsterstoffe oder nur Leder kaufen. In den einzelnen Geschäften ist die Auswahl dann auch dem entsprechend viel größer, als wenn ein Geschäft alle Stoffe anbieten würde.

Deko-Stoffe

In den größeren Geschäften gibt es auch oft Ecken, wo alle Stoffe nur 100 Yen pro Meter kosten. Das ist echt super günstig, aber ich habe hier ja gar keine Nähmaschine, also habe ich davon auch nichts gekauft…. ? Aber es hat mich in den Fingern gejuckt! ??

Und hier nur Leder

Ich habe nur ein paar kleine Reststücke aus den Wühlkisten in den Läden mitgenommen, um daraus zuhause vielleicht kleine Taschen oder andere Accessoires zu machen. ?

Ausbeute ??

Die Stoffe mit den asiatischen (japanischen?) Mustern sind in Deutschland sehr teuer und bedruckte Stoffe mit Maskottchen (Gudetama und Snoopy), habe ich in Deutschland auch noch nicht gesehen. ? Außerdem habe ich noch drei kleine Bastelsets mitgenommen. Zwei sind für Handy- oder Schlüsselanhänger und eins ist für Origami aus Stoff.

Mir hat Textil Town gut gefallen. So viel Auswahl so nah beieinander habe ich in Hamburg noch nicht gefunden. Es ist ein wahres Bastel- und Handarbeitsparadies! ?

Bis bald, Hannah ?

Tsukiji

Als Freddie und Fabian in Tokyo waren, haben wir uns alle zusammen am 09.06. zum Tsukiji Fischmarkt aufgemacht. ? Ursprünglich wollten wir die Nacht durchmachen, um uns dann ab 02:00 Uhr morgens für die Thunfischauktion anzustellen… aber wir waren dann doch ein bisschen Weicheier und so haben wir uns erst gegen 10:30 Uhr an der Tsukiji Bahnstation getroffen. ?? Ringsherum um den eigentlichen Markt, der zu den Geschäftszeiten nicht für Touristen, sondern nur für Händler zugängig ist, gibt es noch die outer markets. Die outer markets sind deutlich touristischer, aber immer noch interessant. ? Es gibt dort viele, viele Sushi Restaurants und Street Food. ???? Und auch sonst kann man alles mögliche an Lebensmitteln erstehen und auch als Mitbringsel mit nachhause nehmen. ?

Alles kann frittiert und am Spieß gegessen werden. ?

Street Food: alles am Spieß, vieles frittiert und nicht die Sauce oder Mayonnaise vergessen! ? Es gibt auch viele japanische Süßigkeiten und wir haben uns einmal so durchgefuttert; Hauptsache nicht zu gesund. ?

Na, möchte jemand getrockneten Tintenfisch? Nein, niemand? ?

Manche Snacks sind vielleicht für den Nicht-Asiaten etwas ungewöhnlich, aber es ist durchaus interessant durch die engen Gassen zu schlendern. Ein Sushi Restaurant hat auch mit einem frischen Thunfischkopf vor ihrem Lokal geworben. Wenn der Kopf so schön frisch ist, wird es das Sushi ja sicherlich auch sein. ?

Riesen Thunfischkopf ?

So ein Thunfischkopf ist größer als man denkt. Aber es standen auch lebendigere Zeitgenossen zum Verkauf, wie zum Beispiel japanischen Riesenkrabben, die wie ich finde etwas gruselig aussehen. ?

Etwas lebendigere japanische Riesenkrabben ??

Aber sowohl Thunfisch, als auch die Riesenkrabben gelten als Delikatesse und deshalb wird fleißig damit geworben. ??

Thunfisch und riesige Riesenkrabbe

Nach dem Besuch bei den outer markets, sind wir noch auf das Gelände des eigentlichen Fischmarktes gegangen. Besucher sind, solange sie den Ablauf nicht stören, ab 11:00 Uhr willkommen, weil dann das eigentliche Tagesgeschäft schon vorbei ist. ? Der Markt ist riesig und außer Fisch, wir dort auch Obst und Gemüse und so ziemlich alles andere in verschieden, großen Hallen gehandelt. Als wir da waren wurde aber schon aufgeräumt und es gab nicht mehr so viel zu sehen. ?

Der Fischmarkt, wenn alles vorbei ist

Den Nachmittag haben wir in Shinjuku und Koreatown mit Sightseeing und Shopping verbracht. ?

Bis bald, Hannah ?

Kabuki Theater

Letzten Samstag (24.06.) war ich mit einigen aus dem Wohnheim im Kabuki Theater (jap. 歌舞伎座) in Ginza. ? Kabuki ist eine traditionelle japanische Kunstform und alle Rollen in den Theaterstücken werden ausschließlich von Männern gespielt. ? Normalerweise geht eine Vorstellung mehrere Stunden, aber man kann auch nur einen einzelnen Akt (ca. 1,5 Stunden) anschauen und das haben wir auch gemacht. ? Die günstigen Karten für einen einzelnen Akt kann man nur vor Ort kaufen und nur die ersten 90 Menschen bekommen einen Sitzplatz. ? Aber wir waren früh genug dran und haben einen Sitzplatz bekommen. ? Die Karten sind wirklich nicht teuer; der Eintritt betrug 1400 Yen (ca. 11 €) und ist damit günstiger als Kino in Japan. ?

Das Theater in Ginza

Zwischen dem Kauf der Karten und dem Start der Aufführung war noch genug Zeit für ein schnelles Abendbrot, denn die Vorstellung fing erst um 19:50 Uhr an. Man musste aber schon um 19:25 Uhr wieder da sein, damit man reibungslos in der kurzen Pause ins Theater kann. ? Ganz hinten, oben gibt es spezielle Sitzplätze, wenn man nur einen Akt lang bleibt. Jeder hatte eine Ticketnummer (meine war 64) und in dieser Reihenfolge wurde man auch in das Theater gelassen, da es freie Sitzplatzwahl gab. Man musste richtig schnell sein, um noch einen Platz zu erwischen! ? Sich nach der Ticketnummer aufzustellen und in einer Reihe zuwarten, ohne dass jemand drängelt, klappt auch nur in Japan. ??

Sitzplätze ganz, gaaaanz weit hinten

Das Theater ist recht groß. Es gibt Seitenlogen und wir saßen soweit oben, dass wir die unteren Plätze unter uns gar nicht sehen konnten. Bevor man das Theater betritt, kann man sich ein kleines Fernglas kaufen, ? aber das war recht teuer und ich habe darauf verzichtet. Man kann auch ein Übersetzungsgerät mieten. Auf dem kleine Gerät erscheint dann der Text fast zeitgleich zum Theaterstück in englisch. ?

Ende der Vorstellung

Während der Vorstellung darf man leider keine Fotos machen. ? Das Stück, was recht kurz war und wir deshalb in voller Länge sehen konnten, heißt „Ippon Gatana Dohyo Iri“. Vor der Vorstellung habe ich mir eine kurze Zusammenfassung des Stückes durchgelesen, damit ich besser folgen konnte. ? Bei dem Stück handelt es sich um ein „neueres“ Kabukistück von 1931 (genannt Shinkabuki) und somit ist es in moderner japanischer Sprache verfasst, sodass ich manchmal sogar einzelne Sätze verstanden habe. ? Insgesamt war ich überrascht, dass das Stück einige lustige Momente hatte und man auch Lachen konnte. ?

Plakate vor dem Theater

Das Programm im Theater wechselt monatlich, vielleicht gehe ich noch mal hin. Es hat mir wirklich gut gefallen, da diese Form Theater so ganz anders anmutet als das was man aus Deutschland kennt. ?

Wer noch mehr wissen möchte, als ich bereits verlinkt habe, die Seite https://www.kabuki21.com/ bietet einen guten Überblick.

Bis bald, Hannah ?