Kawagoe

Es ist etwas länger her,😳 aber Anfang Juli war ich sonntags in Kawagoe. Zwischen Klausuren und Abgaben bin ich gar nicht dazu gekommen so viel zu schreiben…. Aber jetzt! 😁

Kawagoe wird auch Koedo, keines Edo genannt, weil es so aussieht wie Tokyo, als es noch Edo hieß. 😊 Es liegt nur eine Stunde Fahrt mit der Bahn von meinem Wohnheim aus und ist voller schöner alter Gebäude.

Hauptstraße in der Altstadt

An dem Tag war es sehr, sehr warm (wieder über 30° C) ☀ und deshalb, habe ich versucht möglichst viel Zeit in Museen und Geschäften zu verbringen, denn dort gibt es Klimaanlagen. 🌬️

Seitenstraße der Altstadt

Leider waren viele der Tempelanlagen am Sonntag geschlossen, ich hätte mir gerne noch mehr angeschaut. 😔 Aber ein Tempel hatte geöffnet, der Kumano Shrine. Dort habe ich auch endlich ein Goshuinchō (御朱印帳), ein Buch 📘 zum Sammeln von Stempeln in Schreinen oder Tempeln gekauft. Mittlerweile habe ich auch schon einige der Pilger-Stempel gesammelt. 😊

Tempelanlage

Kawagoe ist auch für seinen Glockenturm 🔔 bekannt, der allerdings auf den Fotos etwas spektakulärer aussieht als er in der Realität ist. 😂 Aber insgesamt ist es nett durch die Altstadt zu laufen und sich die traditionelle japanische Architektur anzusehen. Es gibt auch eine Süßigkeitengasse in der allerlei japanische Süßigkeiten 🍬🍭 verkauft werden. Dort habe ich Brausepulver im Bierdesign 🍺 gekauft, ob es nun auch nach Bier schmeckt oder nur so aussieht, wird sich erst durch Probieren fest stellen lassen… 😄 Auf jeden Fall eine etwas ungewöhnliche Süßigkeit für Kinder. 😃 Auch Schokoladenzigaretten sind in Japan keine Problem, während diese in Deutschland aus den Regalen verschwunden sind. 🤔

Glockenturm

Weil es so warm war, war ich nachmittags war ich noch im Kawagoe Festival Museum. Das Kawagoe Festival im Herbst hat eine lange Tradition und findet seit dem 17. Jahrhundert statt. Leider habe ich dort knapp die Aufführung verpasst, aber das Museum war auch so schön anzusehen. 😊 Zum einem sind die riesigen Festivalwagen ausgestellt und deren Herstellung wird auch erklärt und zum anderen kann man die Kostüme der Teilnehmer anschauen.

Fuchskostüm

Insgesamt ist Kawagoe oder Koedo ein schöner Tagesausflug und es ist immer mal wieder schön ein bisschen aus der Großstadt heraus zu kommen. 😊

Bis bald, Hannah 💕

 

Bambussprossen buddeln

Am Sonntag (22.04.) war ich mit dem ICC (Inernational Communication Center) der Waseda Universität in Tokorozawa, auf dem Tokorozawa Campus etwas außerhalb von Tokyo. Dort wollten wir Bambussprossen (jap.: 竹の子) 🎍 ausbuddeln und zu mittag essen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Bambussprosse die richtige Übersetzung ist, aber etwas besseres fällt mir nicht ein. 😄

Von der Bahnstation fährt ein Waseda-Bus 🚌 Shuttle bis zum Campus und der ist auch für Studenten gratis (und vermutlich für alle anderen auch, denn niemand überprüft die Ausweise 😳😁).

Waseda-Bus: alle Polster waren mit dem Maskottchen verziert 🚌

Auf dem Tokorozawa Campus gibt es einen kleine Bambuswald 🎍, wo wir die Sprossen ausgraben konnten. Als man ankam war schon alles vorbereitet: Handschuhe (safety first ⛑️), Hacken und eine blaue Plane, damit man sein Rucksack nicht einfach so auf die Erde legen muss. Den Tag hatte ich richtig viel Glück mit dem Wetter ☀☀, den es war Regen 🌧️ angesagt, aber erst auf meinem Heimweg hat es angefangen zu regnen! ☔

Bambuswald und die blaue Plane, man beachte die schön drapierten Handschuhe 😃

Man wurde in Gruppen eingeteilt und Mitarbeiter der Uni haben uns erklärt wie man die Bambussprossen ausgräbt und kappt. 😊 Das meiste wurde nur auf japanisch erklärt, aber in meiner Gruppe konnten auch alle japanisch (abgesehen von mir…). Meine Gruppe bestand aus zwei Japanern und einem Serben, der in Japanologie promoviert. Genauer gesagt nur über die Schriftzeichen und der meinte doch tatsächlich zu mir mein Studium sei etwas speziell…?! 🙄🙄

Wie auch immer, das Ausgraben war anstrengender als erwartet, hat aber auch viel Spaß gemacht! 😅 Die Bambussprossen sind sehr unscheinbar und wenn sie kaum aus der Erde rausschauen auch schwer zu finden.

So sieht die Bambussprosse in der Erde aus.

Hat man die Sprosse ausgebuddelt, kann man sie mit einem einzigen Schlag kappen. Bei mir hatte es mit dem ersten Schlag geklappt. Im nächsten Bild sieht man mich (sehr stolz!) mit dem Ergebnis. 😁😁

Nur echt mit Sicherheitshandschuhen😎

Das Gruppenbild durfte natürlich auch nicht fehlen und irgendwie habe ich wohl dann doch die kleinste Sprosse erwischt… 😳

Mit der erlegten Beute🍗🍖

Das Mittagessen war gratis. 👍👍 Der Reis ist mit mit Bambussprosse gekocht, sonst gab es noch Miso-Suppe, Omelette, etwas Kartoffelsalat, frittiertes Hühnchen (Karage) und Kohlsalat. Es war lecker, besonders der Reis. 😋

Mittagessen 😋😋

Nachdem Mittagessen haben wir People Bingo gespielt, damit sich alle etwas besser kennen lernen. Das war lustig und interessant, da viele verschiedene Nationen vertreten waren.

Jeder durfte seine Bambussprosse mit nachhause nehmen. Ich habe meine Bambussprosse in der Küche des Wohnheims abgegeben. Die Wohnheimseltern und die älternen Damen, die das Essen kochen, haben sich gefreut und heute morgen (24.04.) gab es Reis mit Bambussprosse zum Frühstück. Ich war erst um 08:00 Uhr beim Frühstück und der Reis war schon fast leer, aber die Wohnheimsmutter hat extra eine Schale mit Reis für mich aufgehoben. 😊

(FIY: Im Supermarkt kostet eine frische Bambusprosse ca. 6 bis 8€.)

Bis bald, Hannah 💕