Nur Bier und Würstchen?!

Im Allgemeinen haben Japaner ein gutes Bild von den Deutschen. ? Mit wird hier oft erzählt, dass man in Deutschland fleißig und effizient arbeitet. Darauf antworte ich immer, dass die Japaner viel härter und länger arbeiten. Das war dann also für beide Seiten ein angenehmes Gespräch. Wer tauscht nicht gerne Komplimente aus? ??

Aber am häufigsten denken die Japaner aber an Bier ?? und Würstchen ?, wenn sie an Deutschland denken. Dazu bekomme ich dann fast immer neugierige und ernst gemeinte Fragen:

  • Stimmt es, dass in Deutschland Bier günstiger als Wasser ist? 
  • Trinkst du jeden Tag Alkohol/ Bier? 
  • Stimmt es, dass deutsche Männer schneller eine Glatze bekommen, weil sie jeden Tag Bier trinken und Würstchen essen? (Das war wohl in einem japanischen Fernsehbeitrag..????)

Aber ich freue mich über die Fragen, weil sie Interesse an meiner Herkunft zeigen. ? Und vielleicht kann ich mit dem Vorurteil aufräumen, dass jeder in Deutschland jeden Tag Würstchen isst und jeden Tag sehr viel Bier trinkt. ??

Insgesamt sind viele Japaner interessiert (und vielleicht auch etwas besorgt), ob man als Ausländer hier so zu recht kommt. Die aller häufigste Frage, die ich gestellt bekomme (nach Woher kommst du? und Wie lange bleibst du in Japan?) ist:

  • Kannst du japanisches Essen essen? Auch Sushi (das ist aber roher Fisch)?

Darauf antworte ich, dass mir das japanische Essen sehr gut schmeckt. ? Was ja auch stimmt und die Japaner freut, denn ich habe den Eindruck, dass viele hier sehr stolz auf die japanische Küche sind. ????

Mal sehen was ich in Zukunft noch für Fragen zu Deutschland gestellt bekomme ?

 

Bewerbung für mein Auslandssemester

Hallo ihr Lieben, ?

in diesem Blog Post möchte ich erklären wie meine Bewerbung für das Auslandssemester aussah und wie es vermutlich (?) in Japan weiter geht.

Schon im Januar 2016 habe ich mich bei meiner Uni um einen Platz für ein Auslandssemester beworben. Meine erste Wahl fiel dabei auf die Waseda Universität in Tokio; meine zweite Wahl war eine Universität in Seoul in Südkorea. Aber ich habe ja meine erste Wahl bekommen. ?

Die Entscheidung, ob ich von meiner Uni als Austauschstudent vorgeschlagen werde, fiel Ende März 2016. An der Waseda Universität konnte ich mich aber erst im Oktober bewerben. Bis zum 01.11.2016 musste ich alle Bewerbungsunterlagen, darunter auch eine Bestätigung, dass meine Eltern genug finanzielle Mittel haben, um mich im Ausland zu unterstützen ? und die Formulare für das Certificate of Eligibility (COE), an die Uni in Japan schicken. Erst Ende Dezember?, fast ein ganzes Jahr nachdem der Bewerbungsprozess begonnen hatte, bekam ich die Bestätigung, dass ich offiziell als Austauschstudent angenommen bin. Dieses Datum hätte mir ausreichend Zeit für eine genaue Planung gelassen, aber das COE war noch nicht von der Einwanderungsbehörde in Japan bearbeitet worden. Ohne COE, eine Art Einladungsschreiben von der Universität, damit ich leichter ein Visum bekomme, konnte ich kein Visum beantragen. ? Solange ich noch kein Antrag auf ein Visum gestellt hatte, wollte ich auch keinen Flug buchen, logisch oder? ?

Erst Ende Februar 2017 kamen die Unterlagen für mein Visum und das weitere Vorgehen in Deutschland bei mir an. Aber auch die Uni war sich der zeitlichen Knappheit bewusst und hat die Unterlagen per Express Kurier geschickt.?? So habe ich erst Ende Februar meinen Flug gebucht und mein Visum beantragt. Das japanische Generalkonsulat in Hamburg ist aber sehr schnell und die Ausstellung meines Visums hat nicht mal eine ganze Woche gedauert. ?

Die Vergabe der Wohnheimplätze lief ganz anders als im Internet beschrieben. ?❔❔ Mich hat die Firma, die sich um die Wohnheime kümmert direkt angeschrieben und ich konnte mich für ein Zimmer bis zum 31. Januar bewerben. Ich habe diesmal auch erst Ende Februar erfahren, dass ich einen Platz bekomme habe. Aber ich möchte mich gar nicht beschweren, denn ich bin sehr froh, dass ich nicht erst in Japan nach einem Zimmer oder Ähnlichem suchen muss. ☺ Die Wohnheime in Japan sind anders, als man es von Deutschland kennt, denn es gibt dort Frühstück und Abendessen. Also brauche ich mich, wenn ich erst ein mal angekommen bin, um nichts mehr zu kümmern. ?

Vorort in Japan werde ich noch ein japanisches Konto eröffnen, denn die Auslandsüberweisungen sind echt kompliziert. Japan nimmt nicht am SEPA-Verfahren teil, sodass kein Online Banking von Deutschland aus möglich ist. Wer hätte das gedacht? ?? Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich auch für die Zeit meines Aufenthalts der japanischen Krankenversicherung beitreten muss, aber das wird ausführlich bei einer Informationsveranstaltung am 21.03. in Tokio erklärt. Übrigens hatte ich die Einladung zu der Veranstaltung schon, bevor ich eine offizielle Zusage der Uni in Japan hatte… ??

Viele Grüße, Hannah ?

Vorbereitungen (Bald geht es los!)

Hallo ihr Lieben, ?

die Vorbereitungen für mein Auslandssemester sind im vollen Gange. Der Flug ist gebucht und ich habe auch endlich mein Visum. Wer hätte gedacht, dass es noch alles klappt? ? Die Unterlagen aus Japan sind schließlich erst am 23. Februar angekommen und mein Platz im Wohnheim wurde auch erst an diesem Tag bestätigt. ? Wenn alles gut geht werde ich im Wohnheim Higashi-Fushimi wohnen. Sobald ich angekommen bin, werde ich euch mehr darüber berichten. ?

Ich fliege am 19.03.2017 in Hamburg los und komme einen Tag später am Flughafen Narita in Tokio an. Mein Rückflug ist für den 15.09.2017 gebucht, aber eine Umbuchung ist auch möglich. Falls es mir nicht gefällt, bin ich also deutlich früher wieder in Deutschland. ??

Für Interessierte habe ich hier ein mal den Wikipedia-Eintrag zur Waseda Universität, sowie die offizielle Homepage verlinkt. ?

 

Über Kommentare zu diesem Post (meinem ersten Blog-Post ?) würde ich mich freuen! ? Bis bald, Hannah