Yamaguchi

Ich bin zwar seit dem 28.08. zurück in Hamburg, aber es fehlen ja noch ein paar Einträge… also los! 😄

Am 03.08. sind wir um 07:00 Uhr morgens aufgebrochen um nach Yamaguchi, genauer gesagt nach Hagi zu fahren. 😊 Naoko ist schon früher los um das Auto von ihrem Vater abzuholen. Auf der Hinfahrt haben wir eine Pause gemacht und ein Eis gegessen. 🍦Insgesamt sind wir über 2 1/2 Stunden gefahren. 🚗

Naoko macht das Foto, Eriko fährt und Yumiko sitzt mit mir auf der Rückbank 🚙

Unser erster Stopp war eine Töpferei, wo wir an einem Kurs teilgenommen haben. Alles war in japanisch und meine drei neuen Freundinnen können leider auch nicht so gut englisch sprechen, aber irgendwie hat es geklappt.

Vor den Brennöfen

Das Töpfern hat viel Spaß gemacht und die Mädels haben mir versprochen mir mein Ergebnis zu zuschicken, den das ganze muss zwei Monate trocken (?) oder wird noch gebrannt (?)… Den Teil habe ich nicht ganz verstanden. 😄

Meine getöpferte Schale/ mein getöpferter Becher

Danach ging es weiter zum Museum in Hagi. Hagi war wohl das Zentrum der industriellen Revolution in Japan. 🗾 Entscheiden waren die Chōshū Five, mit denen man auch ein Foto machen kann. ☺️

Hannah und die Chōshū Five

Im Museum haben wir auch Mittag gegessen. 🍱 Es war sehr lecker. ☺️ Anschließen waren wir noch im Souvenir Laden. Souvenirs haben in Japan einen ganz anderen Stellenwert und es wird oft erwartet, dass man etwas für alle die man kennt mitbringt, also auch zur Arbeit. Meistens werden Süßigkeiten oder lokale Spezialitäten gekauft. 🛍💸 Ich bringe die Wohnheimseltern auch jedes mal eine Kleinigkeit mit. 😊

Nach dem Museum sind wir weiter zu einem Schrein gefahren. ⛩ In dem Shōin Schrein (jap. 松陰神社) steht auch die Schule in der die Chōshū Five unterrichtet wurden. Da es schon recht spät war und der Schrein bald zu machte, mussten wir uns etwas beeilen. 🏃🏻‍♀️🏃🏻‍♀️

Shoin Shrine

Anschließend ging es im Auto zurück. 🚗 Eriko und Naoko habe sich mit dem Fahren abgewechselt und ich habe hinten mit Yumiko Origami gefaltet. Yumiko ist Vorschullehrerin und kennt sich deshalb mit Origami aus. Origami Falten ist eine sehr japanische Beschäftigung während der Fahrt, finde ich. 😃 Auf dem Rückweg haben wir noch auf eine Rasthof eine Pause eingelegt, um Abendbrot zu essen. Da die drei alle am nächsten Tag arbeiten mussten, wurde es auch nicht allzu spät. 

Es war ein total lustiger Ausflug und obwohl es ein Sprachbarriere gab, hatte ich viel Spaß. 😃Leider ist mein Japanisch immer noch nicht auf Konversationsniveau. 😨

Bis bald, Hannah 💕

Hiroshima

Nachdem die Klausuren vorbei waren, bin ich für ein paar Tage nach Hiroshima gefahren. Der Besuch in Hiroshima war mir besonders wichtig, da diese Stadt entscheiden für die Geschichte Japans ist. Ich bin mit dem Shinkansen 🚅 nach Hiroshima gefahren und habe dort drei Tage im Hostel übernachtet. 😊

Nach meiner Ankunft am 02.08. bin ich direkt zum Genbaku Dome (jap. 原爆ドーム) gelaufen. Ich habe dort das Friedensmuseum und die Denkmale im Friedenspark besucht. Das Zerstörungsausmaß einer Atombombe ist selbst nach dem Besuch des Museums nur schwer vorstellbar und macht betroffen. Ein paar Wochen zuvor war ich in der Uni bei einer Rede von Herrn Jouji Fukahori, einem Überlebenden des Atombombenabwurfs über Nagasaki. Nach dieser Rede war ich einige Tage lang niedergeschlagen. Es ist etwas anderes direkt von einem Überlebenden die Geschichte zu hören, als es nur in einem Buch zu lesen. Ich denke es gibt keine Waffe, die mehr Leid bringt als eine Atombombe. Wer nicht unmittelbar durch die Hitze und Druckwelle stirbt oder nach kurzer Zeit seinen Verbrennungen erliegt, stirbt nach einigen Tagen oder Wochen durch die Strahlung.

Genbaku Dome

Nach dem Besuch des Museums, hilft einem der Besuch des Friedensparks, insbesondere das Kinder-Friedensmonument gibt einem wieder Hoffnung. Dort werden jedes Jahr abertausende Origami Kraniche abgelegt. Eine japanische Legende besagt, dass man einen Wunsch erfüllt bekommt, wenn man tausend Papierkraniche faltet. Die Kraniche in Hiroshima wurden für den Frieden gefaltet. Fast alle Japaner, die ich kennen gelernt habe, haben werden ihrer Schulzeit als Projekt Kraniche gefaltet und dem Denkmal in Hiroshima gespendet. Nach einiger Zeit werden die Kraniche recycelt und können dann in Form von Postkarten als Friedensbotschaft verschickt werden.

Tausende Papier Kraniche

Im Friedenspark steht auch die Flamme des Friedens, die seit 1964 ununterbrochen brennt und solange brennen soll, bis es keine Atomwaffen mehr auf dieser Erde gibt. Mit den aktuellen Nachrichten und Entwicklungen fürchte ich, dass diese Flamme noch sehr lange brennen wird.

Denkmal, am Ende steht die Flamme des Friedens

Abends habe ich im Hostel mit allen anderen zusammen Abendbrot gegessen und die Gesellschaft tat nach einem Nachmittag im Friedensmuseum gut. Ich habe auch drei Japanerinnen kennen gelernt und diese haben mich für einen Ausflug zur Präfektur Yamaguchi am nächsten Tag eingeladen.

Abendstimmung am Genbaku Dome

Der Beitrag ist etwas düster, aber im nächsten Beitrag geht es mit dem Ausflug weiter. 😊

Bis bald, Hannah 💕

Kawagoe

Es ist etwas länger her,😳 aber Anfang Juli war ich sonntags in Kawagoe. Zwischen Klausuren und Abgaben bin ich gar nicht dazu gekommen so viel zu schreiben…. Aber jetzt! 😁

Kawagoe wird auch Koedo, keines Edo genannt, weil es so aussieht wie Tokyo, als es noch Edo hieß. 😊 Es liegt nur eine Stunde Fahrt mit der Bahn von meinem Wohnheim aus und ist voller schöner alter Gebäude.

Hauptstraße in der Altstadt

An dem Tag war es sehr, sehr warm (wieder über 30° C) ☀ und deshalb, habe ich versucht möglichst viel Zeit in Museen und Geschäften zu verbringen, denn dort gibt es Klimaanlagen. 🌬️

Seitenstraße der Altstadt

Leider waren viele der Tempelanlagen am Sonntag geschlossen, ich hätte mir gerne noch mehr angeschaut. 😔 Aber ein Tempel hatte geöffnet, der Kumano Shrine. Dort habe ich auch endlich ein Goshuinchō (御朱印帳), ein Buch 📘 zum Sammeln von Stempeln in Schreinen oder Tempeln gekauft. Mittlerweile habe ich auch schon einige der Pilger-Stempel gesammelt. 😊

Tempelanlage

Kawagoe ist auch für seinen Glockenturm 🔔 bekannt, der allerdings auf den Fotos etwas spektakulärer aussieht als er in der Realität ist. 😂 Aber insgesamt ist es nett durch die Altstadt zu laufen und sich die traditionelle japanische Architektur anzusehen. Es gibt auch eine Süßigkeitengasse in der allerlei japanische Süßigkeiten 🍬🍭 verkauft werden. Dort habe ich Brausepulver im Bierdesign 🍺 gekauft, ob es nun auch nach Bier schmeckt oder nur so aussieht, wird sich erst durch Probieren fest stellen lassen… 😄 Auf jeden Fall eine etwas ungewöhnliche Süßigkeit für Kinder. 😃 Auch Schokoladenzigaretten sind in Japan keine Problem, während diese in Deutschland aus den Regalen verschwunden sind. 🤔

Glockenturm

Weil es so warm war, war ich nachmittags war ich noch im Kawagoe Festival Museum. Das Kawagoe Festival im Herbst hat eine lange Tradition und findet seit dem 17. Jahrhundert statt. Leider habe ich dort knapp die Aufführung verpasst, aber das Museum war auch so schön anzusehen. 😊 Zum einem sind die riesigen Festivalwagen ausgestellt und deren Herstellung wird auch erklärt und zum anderen kann man die Kostüme der Teilnehmer anschauen.

Fuchskostüm

Insgesamt ist Kawagoe oder Koedo ein schöner Tagesausflug und es ist immer mal wieder schön ein bisschen aus der Großstadt heraus zu kommen. 😊

Bis bald, Hannah 💕