Hiroshima

Nachdem die Klausuren vorbei waren, bin ich für ein paar Tage nach Hiroshima gefahren. Der Besuch in Hiroshima war mir besonders wichtig, da diese Stadt entscheiden für die Geschichte Japans ist. Ich bin mit dem Shinkansen 🚅 nach Hiroshima gefahren und habe dort drei Tage im Hostel übernachtet. 😊

Nach meiner Ankunft am 02.08. bin ich direkt zum Genbaku Dome (jap. 原爆ドーム) gelaufen. Ich habe dort das Friedensmuseum und die Denkmale im Friedenspark besucht. Das Zerstörungsausmaß einer Atombombe ist selbst nach dem Besuch des Museums nur schwer vorstellbar und macht betroffen. Ein paar Wochen zuvor war ich in der Uni bei einer Rede von Herrn Jouji Fukahori, einem Überlebenden des Atombombenabwurfs über Nagasaki. Nach dieser Rede war ich einige Tage lang niedergeschlagen. Es ist etwas anderes direkt von einem Überlebenden die Geschichte zu hören, als es nur in einem Buch zu lesen. Ich denke es gibt keine Waffe, die mehr Leid bringt als eine Atombombe. Wer nicht unmittelbar durch die Hitze und Druckwelle stirbt oder nach kurzer Zeit seinen Verbrennungen erliegt, stirbt nach einigen Tagen oder Wochen durch die Strahlung.

Genbaku Dome

Nach dem Besuch des Museums, hilft einem der Besuch des Friedensparks, insbesondere das Kinder-Friedensmonument gibt einem wieder Hoffnung. Dort werden jedes Jahr abertausende Origami Kraniche abgelegt. Eine japanische Legende besagt, dass man einen Wunsch erfüllt bekommt, wenn man tausend Papierkraniche faltet. Die Kraniche in Hiroshima wurden für den Frieden gefaltet. Fast alle Japaner, die ich kennen gelernt habe, haben werden ihrer Schulzeit als Projekt Kraniche gefaltet und dem Denkmal in Hiroshima gespendet. Nach einiger Zeit werden die Kraniche recycelt und können dann in Form von Postkarten als Friedensbotschaft verschickt werden.

Tausende Papier Kraniche

Im Friedenspark steht auch die Flamme des Friedens, die seit 1964 ununterbrochen brennt und solange brennen soll, bis es keine Atomwaffen mehr auf dieser Erde gibt. Mit den aktuellen Nachrichten und Entwicklungen fürchte ich, dass diese Flamme noch sehr lange brennen wird.

Denkmal, am Ende steht die Flamme des Friedens

Abends habe ich im Hostel mit allen anderen zusammen Abendbrot gegessen und die Gesellschaft tat nach einem Nachmittag im Friedensmuseum gut. Ich habe auch drei Japanerinnen kennen gelernt und diese haben mich für einen Ausflug zur Präfektur Yamaguchi am nächsten Tag eingeladen.

Abendstimmung am Genbaku Dome

Der Beitrag ist etwas düster, aber im nächsten Beitrag geht es mit dem Ausflug weiter. 😊

Bis bald, Hannah 💕

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