Kabuki Theater

Letzten Samstag (24.06.) war ich mit einigen aus dem Wohnheim im Kabuki Theater (jap. 歌舞伎座) in Ginza. 😊 Kabuki ist eine traditionelle japanische Kunstform und alle Rollen in den Theaterstücken werden ausschließlich von Männern gespielt. 🎭 Normalerweise geht eine Vorstellung mehrere Stunden, aber man kann auch nur einen einzelnen Akt (ca. 1,5 Stunden) anschauen und das haben wir auch gemacht. 👍 Die günstigen Karten für einen einzelnen Akt kann man nur vor Ort kaufen und nur die ersten 90 Menschen bekommen einen Sitzplatz. 😱 Aber wir waren früh genug dran und haben einen Sitzplatz bekommen. 😃 Die Karten sind wirklich nicht teuer; der Eintritt betrug 1400 Yen (ca. 11 €) und ist damit günstiger als Kino in Japan. 😳

Das Theater in Ginza

Zwischen dem Kauf der Karten und dem Start der Aufführung war noch genug Zeit für ein schnelles Abendbrot, denn die Vorstellung fing erst um 19:50 Uhr an. Man musste aber schon um 19:25 Uhr wieder da sein, damit man reibungslos in der kurzen Pause ins Theater kann. 😊 Ganz hinten, oben gibt es spezielle Sitzplätze, wenn man nur einen Akt lang bleibt. Jeder hatte eine Ticketnummer (meine war 64) und in dieser Reihenfolge wurde man auch in das Theater gelassen, da es freie Sitzplatzwahl gab. Man musste richtig schnell sein, um noch einen Platz zu erwischen! 😳 Sich nach der Ticketnummer aufzustellen und in einer Reihe zuwarten, ohne dass jemand drängelt, klappt auch nur in Japan. 😄😄

Sitzplätze ganz, gaaaanz weit hinten

Das Theater ist recht groß. Es gibt Seitenlogen und wir saßen soweit oben, dass wir die unteren Plätze unter uns gar nicht sehen konnten. Bevor man das Theater betritt, kann man sich ein kleines Fernglas kaufen, 🔎 aber das war recht teuer und ich habe darauf verzichtet. Man kann auch ein Übersetzungsgerät mieten. Auf dem kleine Gerät erscheint dann der Text fast zeitgleich zum Theaterstück in englisch. 😊

Ende der Vorstellung

Während der Vorstellung darf man leider keine Fotos machen. 😒 Das Stück, was recht kurz war und wir deshalb in voller Länge sehen konnten, heißt „Ippon Gatana Dohyo Iri“. Vor der Vorstellung habe ich mir eine kurze Zusammenfassung des Stückes durchgelesen, damit ich besser folgen konnte. 🤓 Bei dem Stück handelt es sich um ein „neueres“ Kabukistück von 1931 (genannt Shinkabuki) und somit ist es in moderner japanischer Sprache verfasst, sodass ich manchmal sogar einzelne Sätze verstanden habe. 😃 Insgesamt war ich überrascht, dass das Stück einige lustige Momente hatte und man auch Lachen konnte. 😊

Plakate vor dem Theater

Das Programm im Theater wechselt monatlich, vielleicht gehe ich noch mal hin. Es hat mir wirklich gut gefallen, da diese Form Theater so ganz anders anmutet als das was man aus Deutschland kennt. 🎌

Wer noch mehr wissen möchte, als ich bereits verlinkt habe, die Seite https://www.kabuki21.com/ bietet einen guten Überblick.

Bis bald, Hannah 💕

Kamakura

Am letzten Sonntag (18.06.) war ich mit einer meetup Gruppe in Kamakura. Wenn ich nichts vor habe, gucke ich in einer App nach meetups und es gibt fast immer eine Gruppe die irgendwas unternimmt. 🙋 Also trifft man sich einfach mit fremden Menschen, die auch etwas unternehmen wollen und meistens sind es viele lustige Leute, die man so trifft. 😃

Hallo aus Kamakura! 😊

Kamakura (jap. 鎌倉市) liegt südlich von Tokyo und ist für die vielen Tempel und eine große Buddhastatue bekannt. Leider war ich dieses Mal nicht bei dem Buddha, vielleicht muss ich noch mal hinfahren…? 🤔 Momentan blühen überall in Tokyo die Hortensien und Kamakura soll besonders schön zur Hortensienblüte 🌼sein, dementsprechend voll war es auch. 😳

Als erstes sind wir zum Engaku-ji (jap. 円覚寺), einem der wichtigsten Tempel für buddhistischen Zen gegangen. In Kamakura sind die Tempel so beliebt, dass man für die meisten Eintritt bezahlen muss. 😳

Leider war es an diesem Tag sehr bewölkt, aber dann bekommt man wenigstens keinen Sonnenstich… 😄

Die Tempelanlage des Engaku-ji ist riesig und es gibt viel zu entdecken, da uns aber das Wetter Sorgen bereitete, haben wir nur etwas mehr als eine Stunde dort verbracht.

Überall kleine Gebäude oder Statuen 😊

Leider war es schon so bewölkt und sah nach Regen aus, aber noch blieb es trocken… 😨 Manche Gebäude konnte man auch betreten und es waren auch Zeichnungen ausgestellt. 😊 Natürlich zieht man immer die Schuhe aus, wenn man ein Tempelgebäude betritt, also immer schöne Socken anziehen. 🧦

Tempelgebäude mit Tatamimatt

Noch ein Gruppenfoto und dann ging es weiter. 📸

Gruppenfoto

Natürlich sind Tempel religöse (und in Kamakura auch historische) Stätten, aber man darf es nicht so vorstellen, dass es deshalb nur aussieht wie aus einer anderen Zeit. Besonders in den größeren Anlagen gibt es am Ein-/Ausgang moderne, bunte Getränkeautomaten. 😄

So viele Fotos von den Hortensien habe ich gar nicht gemacht, obwohl es wirklich schön aussieht, wenn die diese Blühen. Das Farbspektrum reicht von weiß über hellblau und dunkelviolett bis zu pink. 💙💜💚

Hellblaue Hortensie

Besonders der nächste Tempel, den wir besucht haben, ist zur Hortensienblüte beliebt. Der Meigetsu-in wird auch Temple of Hydrangeas genannt. Man musste sich anstellen, um die Tempelanlage zu betreten und die Schlange war so lang, dass man den Tempeleingang noch nicht einmal sehen konnte. 😱 Leider hat es angefangen zu regnen, ☔ während wir anstanden und als wir die Tempelanlage betreten konnten, hat es so richtig geschüttet. 🌧️🌧️

Zen Garten im Regen 🌧️

Insgesamt war der Tempel recht voll und trotz des starken Regens war die Schlange von Menschen die Anstanden noch länger als wir den Tempel verlassen haben. 😆

Hortensien und Bambuswald

Leider habe ich von diesem Tempel nicht so viele Fotos, da ich meine Kamera vor dem Regen schützen wollte. Es hat so sehr geregnet, dass das Wasser von Boden wieder hoch gespritzt ist und ich nasse Beine bekommen habe. 😣 Aber die Hortensien sahen auch schön im Regen aus. 😊

Hortensie im Regen 🌼

Anschließend sind wir zusammen Mittagessen gegangen, es war nicht so einfach ein Restaurant zu finden, das spontan für über zehn Personen Platz hatte, aber nicht unmöglich. 😃 Bei guten Wetter war glaube ich ein Picknick geplant, aber so war nicht daran zu denken draußen zu essen. ☔ Leider waren wir nicht mehr bei dem dritten geplanten Tempel, aber bei starken Regen macht es nicht so viel Spaß durch die Tempelgärten zu laufen. Ich hatte auch mittlerweile richtig nasse Füße, da der Regen gefühlt von allen Seiten kam. Trotzdem war es ein schöner Ausflug. 😊

Ich würde sagen, dass die Regensaison in Japan offiziell begonnen hat. 😄

Bis bald, Hannah 💕

Hakone

Am Samstag (03.06.) haben Fabian, Freddie und ich einen Ausflug nach Hakone gemacht. Hakone ist ca. 2 Stunden Fahrt von Tokyo entfernt und für seine heißen Quellen ♨️ und vulkanischen Aktivitäten 🌋 bekannt. Wir haben den Hakone Roundpass gekauft, mit diesem kann man zwei Tage lang alle Bahnen, Gondeln, Busse und usw. vor Ort benutzen. Da wir am Wochenende da waren, war es für unser deutsches Verständnis recht voll, aber die ganzen Attraktionen sind wohl für einen größeren Besucheransturm ausgelegt. 😳 Man musste nirgendwo richtig lange anstehen.😊

In der Warteschlange für die erste Gondel 🚠

Hakone ist sehr schön, viel Natur und in den Bergen ⛰️. Nach einer lustigen, kleinen Straßenbahn und der ersten Seilbahn, haben wir ein Eis 🍦 gegessen und die Aussicht genossen. 🌄

Top Aussicht! Sieht jemand das Schriftzeichen auf dem Berg?

Bevor wir in die nächste Gondel, 🚡 die aussah wie aus dem Skiurlaub, gestiegen sind haben wir jeder ein nasses Tuch bekommen. Das Tuch dient zum Schutz vor vulkanischen Gasen 🌋 und man sollte es sich vor Nase und Mund halten. 😷 Personen mit schwacher Gesundheit oder Atemwegserkrankungen wird von einem Besuch abgeraten. 😳

„Prevent accidents occuring due to volcanic gases, please be sure to cover your mouth and nose with the wet cloth.“

Nächste Gondel, 🚡 fast wie im Skiurlaub, nur ohne Schnee oder Skier… 😄😄

Und aus dieser Gondel hat man eine gute Aussicht auf die Schwefelfelder. 🌋 Wegen der Schwefeldämpfe hat man auch das nasse Tuch bekommen. Guckt euch diesen Dampf an! 😱

Aussicht auf die Schwefelfelder

Ich habe nicht die ganze Zeit das Tuch vor die Nase gehalten, so schlimm war es dann doch nicht, aber es hat trotzdem ganz schön gestunken. 😄😄

Puh! Es stinkt! 😨

Super beliebt in Hakone sind die schwarzen Eier, 🥚🥚 die in den Schwefelnfeldern gekocht werden. Laut einer Legende verlängert sich das eigene Leben mit jedem Ei, das man isst um sieben Jahre. Jeder der dort war, hat die Eier gekauft und gegessen. 😊 Ich habe direkt 1,5 Eier gegessen, also 10,5 Jahre… ob es wohl stimmt? 🤔 Lustigerweise sah das Ei innen aus wie ein normales hart gekochtes Ei und hat auch so geschmeckt. 😃

Viele, viele schwarze Eier 😃

Leider war die nächste Seilbahn außer Betrieb. Also haben wir den Bus 🚌 zum Ashi See genommen. Um über den Ashi See 🌊 zu fahren, sind wir in das kitschigste Touristenboot, der Welt gestiegen. Angeblich sollte es die Vasa ⛵ repräsentieren, was ja doch mit ein bisschen Hintergrundwissen eher beunruhigend ist. 😂 Niemand würde das Schiff Titanic nennen, aber Vasa ist ok? 🤔😄

Kitschiger Touristen-Dampfer 😳

Aber die Aussicht während der Fahrt war sehr schön. Der See ist wirklich hübsch und die frische Briese um die Nase war angenehm. 😊

Ashi See

Am Ende musste ich mich von Freddie und Fabian verabschieden, weil die beiden nach Kyoto weiter gereist sind und ich zurück nach Tokyo gefahren bin. Der Abschied war aber nicht so traurig, weil die beiden vor ihrer Heimreise ja noch mal in Tokyo vorbeigeschaut haben. 😊 Leider war ich so blöd erkältet, sodass ich dann den Sonntag nur so rum gelegen habe. 😐

Bis bald, Hannah 💕