Über die Wäsche

Um mal zum Thema kulturelle Unterschiede zu kommen: Wäsche waschen ist hier in Japan anders. ? Die Waschmaschinen waschen in Japan nur mit kaltem Wasser! ? Nichts da mit 30 Grad oder 40 Grad und von 60 Grad ganz zu schweigen. Dafür enthält das japanische Waschmittel vermutlich deutlich mehr Chemikalien. Dennoch beschleicht mich das Gefühl, dass meine Sachen nicht so richtig sauber werden. ? Hinzu kommt, dass die Waschmaschinen hier im Wohnheim alle nur mit dem gleichen Kurzprogramm (50 Minuten laufen)… Ich habe jetzt noch einmal in Handwaschmittel und Fleckenentferner investiert, um alles vorbehandeln zu können. Vielleicht wasche ich meine Kleidung auch direkt zwei mal hintereinander. ? Wenn jemand gute Tipps hat, her damit! ?

Mein Zimmer hat auch einen kleinen Balkon, der hauptsächlich zum Wäschetrocknen gedacht ist, denn er ist zum schmal, um bequem darauf zu sitzen. Momentan wasche ich eigentlich nur an sonnigen Tagen ☀, da bei Regen ☔ ja logischerweise nichts trocknet, sondern eher nasser wird. Mal sehen was ich dann in der Regenzeit mache. Es gibt auch Trockner im Wohnheim, aber auch an diesen kann man kein Programm (Schontrocknen oder ähnliches) auswählen, so dass ich natürlich nicht alles in den Trockner tun kann. ?

Balkon mit viel, viel Wäsche: man beachte auch meinen mini Wäscheständer, der genau ein T-Shirt breit ist. ?

Das Trocknen der Wäsche auf dem Balkon ist üblich in Japan. Die Bettdecken werden auch fast jeden Tag zum Lüften rausgehängt, so wie bei mir in dem Foto. ? Und es soll wohl Fälle geben, dass seltsame Menschen die Unterwäsche ? von Frauen stehlen, aber ich wohne ja ganz oben und brauche mir darüber keine Sorgen zu machen. ??

Bis bald, Hannah ?

Nezu Museum

An meinem Geburtstag war ich mit einigen Leuten aus dem Wohnheim im Nezu Museum in Minato, Tokyo. ? Das Museum ist einem wahnsinnig coolen Neubau untergebracht und beherbergt hauptsächlich Kunstschätze aus Japan, China und Korea. Insgesamt besitzt das Museum über 6000 Werke, darunter auch einige Nationalschätze Japans. ??

Eingangsbereich des Museums

Zur Zeit findet die Austellung „Irises and Mountain Streams in Summer and Autumn“ statt. Das ist besonders schön, da die Blumen auch zur gleichen Zeit in dem großen japanischen Garten blühen, der zum Museum gehört. ? In den Ausstellungsräumen darf man leider keine Fotos machen, aber dafür in dem wunderschönem Garten. ? Wer sich also nicht so sehr für japanische Kunst aus dem 19. Jahrhundert oder vorchristliche Bronzearbeiten aus China interessiert, sollte sich wenigstens den Garten anschauen. ??

Im japanischen Garten gibt es ein Restaurant und ein Teehaus und zahlreiche Buddhastatuen. Ich lasse einfach ein paar Fotos folgen. ?

Hier sieht man die Schwertlilien (engl.: Irises)

Der Garten ist von kleinen Teichen und Wasserläufen durchzogen

Gartengebäude mit Bambus

Eine der zahlreichen Statuen

Bis bald, Hannah ?

Ghibli Museum

Durch einen Zufall war ich letzte Woche Freitag (28.04.) im Ghibli Museum in Mitaka (三鷹の森ジブリ美術館), denn normaler Weise muss man das Ticket ein oder eher zwei Monate vorher kaufen, da das Museum so beliebt ist. ?? Es wird nur eine begrenzte Anzahl an Tickets mit festen Eintrittszeiten verkauft. Bun aus meine Wohnheim konnte nicht mit ihrer Freundin hin gehen, weil sie an dem Tag ein Vorstellungsgespräch hatte. So konnte ich mit ihrem Ticket gehen. ?? Der Einlass war 16:00 Uhr und um 15:30 Uhr habe ich mich mit ihrer Freundin Nicole getroffen. ? Beinahe wären wir nicht in das Museum gekommen, weil Buns Name auf den Tickets stand, aber die Frau am Empfang hat uns dann doch geglaubt. ?? Es scheint wohl einen florierenden Schwarzmarkt mit den begehrten Tickets zu geben (??) und ahnungslose Touristen zahlen deutlich mehr als die 1000 ‎¥ (ca. 8 €, hui der Yen ist schwach). Anders kann ich mir zu mindest die personalisierten Tickets nicht erklären… ?

Das Museum von außen

Zurück zum Museum: das Museum dreht sich um die Filme von dem bekanntesten Animationsstudio Japans. ?️ Etliche Filme von Studio Ghibli haben auch Oscars gewonnen. Zu den bekanntesten Filmen gehören in Deutschland vermutlich „Mein Nachbar Totoro“, „Kikis kleiner Lieferservice“, „Prinzessin Mononoke“ und „Chihiros Reise ins Zauberland“ (oder es sind nur meine Favoriten? ?). Falls jemand von euch die Filme nicht kennt, dann habt ihr ja jetzt schon einen Plan für heute Abend! ?

Weil wir noch etwas Zeit hatten, haben wir noch ein Eis? in der Sonne im Restaurant des Museums gegessen und sind dann in das Museum gegangen. Im Museum darf man leider keine Fotos machen, aber in den Außenbereichen des Museums ist es erlaubt. ?

Überall im Museum gibt es viele Details, so auch das Menu vom Restaurant

Am Einlass wird das Ticket gegen ein neues Ticket getauscht, das aus einem kleinen Filmstreifen ?️ besteht und auch als weitere Eintrittskarte für einen exklusiven Kurzfilm, den man nur im Museum sehen kann. Wir haben als erstes den Kurzfilm gesehen, der komplett ohne Sprache, sondern nur mit Soundeffekten auskam. Nach dem Film haben wir uns die Außenbereiche angeschaut, solange es noch hell draußen war. In Japan wird es früh dunkel. ?

Leider habe ich mal wieder die Augen zu…

Auf dem Dach des Museums steht der Roboter aus „Das Schloss im Himmel“ in originaler Größe. Ich gehe dem Roboter nicht mal bis zur Hüfte. ??

Roboter aus „Das Schloss im Himmel“

Überall im Museum (innen und außen) sind viele kleine Details versteckt, wie zum Beispiel das kleine Fenster im nächsten Bild. Alles voller kleiner Rußmännchen (jap. ススワタリ)! ??

Die Rußmännchen

Im Museum gibt es eine Standardausstellung und eine wechselnde Sonderausstellung. Zur Zeit hat diese einen Katzenbus (aus dem Film „Mein Nachbar Totoro“) in dem auch Erwachsene sitzen können. ?

Eingang zur Sonderausstellung mit dem Katzenbus

Man durfte keine Fotos und natürlich auch kein Selfie machen und wir haben direkt Ärger bekommen…? Naja, dafür habe ich ein Erinnerungsbild. ?

Selfie mit Nicole im Katzenbus

Zum Schluss waren wir natürlich noch im Museumsshop. ?️ Leider war alles etwas teurer, aber ein paar Dinge habe ich dann doch gekauft, ? unter anderem auch ein kleines Handtuch wie es viele Japaner haben. In den Waschräumen in Japan gibt es nur selten Papiertücher und auch sonst nichts zum Hände Abtrocknen, weshalb man sein eigenes kleines Handtuch mitbringt.

Um 18:00 Uhr schließt das Museum und zwei Stunden reichen auch gut aus um alles zu sehen. Zum Abschluss gab es noch ein Foto mit einem riesigen Totoro, der am Seitenausgang sitzt. ☺️

Der riesige Totoro und ich

Bis bald, Hannah ?