Auf dem Amt

Hallo! 😊

Gestern habe ich viele Dinge geschafft 💪 : die Adresse registrieren, der japanischen Krankenkassen beitreten, der japanischen Pensionskasse beitreten, ein Certificate of Residence erhalten und einen Handyvertrag bekommen. Uff! 😳

Abgesehen von dem Handyvertrag kann man all diese Dinge bei einem Bürgeramt der Stadt, in der man Wohnt erledigen. In meinem Fall ist das Amt von Nishitokyo (西東京市) zuständig. Zum Glück 🍀 habe ich beim Frühstücken im Wohnheim die Taiwanerin Guiling (kurz Lin) getroffen, die gesagt hat, dass sie mit mir zum Amt geht. Sie lebt schon seit 4 Jahren hier und spricht perfekt japanisch und ohne ihre Hilfe wäre es auch schwierig geworden, da auf dem Bürgeramt keiner englisch gesprochen hat. 😱 Am wichtigsten war das Nachtragen meiner Adresse auf meiner Residence Card (Was ist eine Residence Card?). Ohne eine Adresse auf der Rückseite der Karte, ist es nicht möglich einen Handyvertrag oder ähnliches abzuschließen. Da ich quasi einen festen Wohnsitz habe, bin ich verpflichtet der japanischen Krankenversicherung (die immer 70% der Kosten übernimmt) und der japanischen Pensionskasse beizutreten. Im Gegensatz zur Krankenversicherung, kostet mich die Pensionskasse aber als Student nichts. Das Certificate of Residence bekommt man an einem Automaten 🤖 für offizielle Dokumente mit einer persönlichen Chip-Karte und einem zuvor festgelegtem vierstelligem Pin. Ganz schön praktisch, man wählt das gewünschte Formular aus, wirft Geld ein und ruck zuck druckt der Automat einem etwas aus… einziger Haken: alle natürlich nur auf Japanisch. 😱😃

Insgesamt, kann man aber sagen, dass alle auf dem Amt sehr nett waren und es im Vergleich zu Deutschland super schnell und ohne Termin ging. Zum Beispiel wurden Lin und ich immer schon an der Schalter gerufen, noch bevor unsere Nummer aufgerufen wurde. Das könnte aber auch an meinem Alleinstellungsmerkmal gelegen haben, die dort einzige Europäerin gewesen zu sein. Wer weiß? 😁😁

Den Handyvertrag habe ich bei Bic Camera (ビックカメラ) in Ikebukuro abgeschlossen. Hierbei haben mir Nancy und Ai Chu aus Taiwan geholfen. Nancy möchte in diesem Semester in Studium an der Waseda beginnen und Ai Chu bleibt ein Jahr lang an der Waseda, um ihr japanisch zu verbessern. Den komischerweise hat auch bei Bic Camera keiner englisch gesprochen 😐, dabei waren wir extra in einer großen Filiale in einer touristischen Gegend. Vielleicht war es an diesem Tag auch einfach Pech. 🤷‍♀️ Die Verkäuferin konnte aber chinesisch und so hat Ai Chu für mich ins englische übersetzt. Später wechselten die Verkäufer noch und es ging auf japanisch weiter. 🙃 Aber um auf den Punkt zu kommen, ich habe jetzt eine SIM Karte mit Nummer und Datenvolumen von sechs GB. Das beste an dem Vertrag ist, dass ich ihn ohne Strafgebühr nach sechs Monate kündigen kann. 🎉 Das Prinzip der prepaid SIM Karte mit Telefonnummer ist in Japan leider nicht üblich. Man kann auch nur eine Telefonnummer erhalten, wenn man eine Residence Card mit Adresse besitzt. Ganz schön kompliziert, aber es hat ja geklappt.

Heute werde ich noch ein paar Sachen für mein Wohnheimzimmer kaufen. 🛍️ Insgesamt ist es auch noch recht kalt in Japan. Das Wohnheim hat, wie es in Japan üblich ist, keine Heizung und so habe ich mit mäßigem Erfolg mein Zimmer mit der Klimaanlage geheizt. Vielleicht kaufe ich nachher eine kuschlige Decke, damit mir am Schreibtisch nicht immer so kalt ist.

Bis bald, Hannah 💕

 

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