Mount Takao

Am letzten Sonntag (14.05.) bin ich mit einigen aus dem Wohnheim zum Mount Takao (高尾山) gefahren und auch hochgewandert. 🚶‍♀️🚶‍♀️ Von Shinjuku Station braucht man etwa eine Stunde bis zur Takaosanguchi Station. 🚆 An dem Tag hatten wir Glück mit dem Wetter. ⛅ Es war zwar bewölkt, aber nicht zu warm (ca. 20 °C). Nur die hohe Luftfeuchtigkeit hat mir dann doch etwas zu schaffen gemacht. 😅

Von dem Bahnhof 🚉 aus kann man praktisch direkt loswandern, da man schon am Fuß des Berges ist. Es gibt verschiedene Routen nach oben, wir haben uns für die längste Route (3,8 km) entschieden, da diese an den meisten Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. 😊 Wenn man nicht ganz so motiviert ist, kann man auch eine Seilbahn bis zur Hälfte des Weges nehmen und nur den Rest wandern. 🚡

Nicht die Affen füttern! 🐵

Auf den Wanderwegen gab es immer wieder Informationstafeln über die umgebende Flora und Fauna, leider nur auf japanisch, aber dennoch interessant. 😊 Es soll in dieser Gegend Flughörnchen geben, leider habe ich keins gesehen. ☹ Außerdem gibt es auch Hinweisschilder, dass man die wilden Affen nicht füttern soll 🙊, allerdings habe ich keinen wilden Affen gesehen. 🤷‍♀️ Vermutlich ist den Affen am Wochenende einfach viel zu viel Trubel, denn in Japan ist man eigentlich nirgendwo alleine und der Mount Takao war gut besucht. 😄😄

Auf halben Weg nach oben

Zwischen den Bäumen kann man immer mal wieder die Stadt sehen. 🌆 Der Kontrast zwischen der Natur und der engen Bebauung in Tokyo war schön. Auf dem halben Weg nach oben gibt es einen Affenpark. Wenn man schon keine wilden Affen sehen kann, dann doch wenigstens welche im Zoo… 🐒🐒

Mit Bun als Affe

Allerdings sind die Haltungsbedingungen nach meinem Eindruck etwas fragwürdig. 😳 Gemessen an der Anzahl der Affen fand ich den Käfig etwas klein und es gab auch nur wenig Beschäftigung für die kleine Äffchen, Asien halt… ☹ Niedlich waren die Äffchen dennoch. 😊

Die Affenbande

Der ganze Wald war schön grün und an den Wegen waren auch noch andere Büsche und Blumen gepflanzt. Leider weiß ich nicht wie die rosa Blumen 🌺 heißen, aber guckt euch den riesigen Schmetterling an! 🦋 Leider habe ich kein perfektes Foto von dem Schmetterling machen können, da dieser einfach nicht still halten wollte. 😄😄

Bestes Foto vom Schmetterling

Auf dem Berg gibt es eine große Tempelanlage, die des Yakuoin Tempels. Leider wollten die anderen nicht so viel Zeit im Tempel verbringen, ich hätte gerne noch mehr über die Geschichte des Tempels und seine Besonderheiten erfahren, aber das werde ich jetzt wohl online nachlesen… 😐 Vielleicht habe ich ja nochmal Zeit wieder zum Mount Takao zu fahren.

Mit Bun beim Tempel

Der Tempel wird oft mit Tengu, einem japanischen Fabelwesen assoziert und so finden sich auch viele Darstellungen von Tengus. Ich fand die Tempelgebäude mit ihren zahlreichen Statuen sehr beeindruckend und schön. 😊

Tempel mit Tengu-Statue

Der Aufstieg hat insgesamt, vermutlich auch durch die Pause im Monkey Park, länger gedauert als die angekündigten 90 Minuten. Als wir endlich gegen 14:00 Uhr oben auf 599 Metern Höhe angekommen waren, war ich ganz schön hungrig. 😁😁

Endlich oben! 599m! ✨✨

Die Aussicht von oben war traumhaft, leider habe ich es nicht ganz so gut fotografiert bekommen. Man konnte sogar den Tokyo Skytree von oben aus sehen!😲😊

Mountain with a view

Oben haben wir im Restaurant eine Pause gemacht. Ich habe Tanuki Udon, eine Nudelsuppe mit Tempurastückchen (kleine frittierte Teigstückchen) gegessen. 🍜 Nach der Wanderung hat es besonders gut geschmeckt.😃

Auf dem Rückweg haben wir bis zur Hälfte die gleiche Route wie auf dem Hinweg genommen, weil viele noch Sesam-Dango (ごま団子) essen wollten. 🍡 Die Dango (eine Art Bällchen aus Reismehl) werden über einem kleinen Feuer geröstet und dann warm mit einer Sojasauce bestrichen.

Dango Stand

Die Dango waren super lecker. Ich mag die weiche, etwas zähe Konsistenz von Dango sehr. 😋

Guten Appetit!

Für den zweiten Teil des Abstiegs haben wir eine andere Route gewählt, die weniger befestigt und weniger besucht war. Direkt durch den Wald zu laufen war sehr schön, aber da habe ich mir schon etwas gewünscht richtige Wanderschuhe zu tragen und nicht nur Turnschuhe. 😳

Steiler Wanderweg

Der Wanderweg war an einigen Stellen recht steil und auch etwas rutschig und hat an einem kleinen, wenig beeindruckenden, Wasserfall vorbei geführt, dennoch ein schöne Route. 😊

Gegen 17:30 Uhr sind wir schließlich wieder an der Bahnstation angekommen. Bevor man nachhause fährt, kann man noch seine Schuhe von unnötigen Dreck befreien, dazu gab es extra eine Schuhputzstation mit Wasser und Bürsten… Japan halt 😄😄

Nicht mit dreckigen Schuhen in die Bahn oder, Gott bewahre, nachhause 😆

Leider hänge ich mit meinen Einträgen etwas hinterher… Ein mega langer Beitrag über was ich so in der Golden Week gemacht habe folgt in Kürze.😳😊

Bis bald, Hannah 💕

 

 

Über die Wäsche

Um mal zum Thema kulturelle Unterschiede zu kommen: Wäsche waschen ist hier in Japan anders. 😄 Die Waschmaschinen waschen in Japan nur mit kaltem Wasser! 😱 Nichts da mit 30 Grad oder 40 Grad und von 60 Grad ganz zu schweigen. Dafür enthält das japanische Waschmittel vermutlich deutlich mehr Chemikalien. Dennoch beschleicht mich das Gefühl, dass meine Sachen nicht so richtig sauber werden. 🤔 Hinzu kommt, dass die Waschmaschinen hier im Wohnheim alle nur mit dem gleichen Kurzprogramm (50 Minuten laufen)… Ich habe jetzt noch einmal in Handwaschmittel und Fleckenentferner investiert, um alles vorbehandeln zu können. Vielleicht wasche ich meine Kleidung auch direkt zwei mal hintereinander. 😳 Wenn jemand gute Tipps hat, her damit! 😁

Mein Zimmer hat auch einen kleinen Balkon, der hauptsächlich zum Wäschetrocknen gedacht ist, denn er ist zum schmal, um bequem darauf zu sitzen. Momentan wasche ich eigentlich nur an sonnigen Tagen ☀, da bei Regen ☔ ja logischerweise nichts trocknet, sondern eher nasser wird. Mal sehen was ich dann in der Regenzeit mache. Es gibt auch Trockner im Wohnheim, aber auch an diesen kann man kein Programm (Schontrocknen oder ähnliches) auswählen, so dass ich natürlich nicht alles in den Trockner tun kann. 😨

Balkon mit viel, viel Wäsche: man beachte auch meinen mini Wäscheständer, der genau ein T-Shirt breit ist. 😊

Das Trocknen der Wäsche auf dem Balkon ist üblich in Japan. Die Bettdecken werden auch fast jeden Tag zum Lüften rausgehängt, so wie bei mir in dem Foto. 😊 Und es soll wohl Fälle geben, dass seltsame Menschen die Unterwäsche 👙 von Frauen stehlen, aber ich wohne ja ganz oben und brauche mir darüber keine Sorgen zu machen. 😄😄

Bis bald, Hannah 💕

Nezu Museum

An meinem Geburtstag war ich mit einigen Leuten aus dem Wohnheim im Nezu Museum in Minato, Tokyo. 😊 Das Museum ist einem wahnsinnig coolen Neubau untergebracht und beherbergt hauptsächlich Kunstschätze aus Japan, China und Korea. Insgesamt besitzt das Museum über 6000 Werke, darunter auch einige Nationalschätze Japans. 🌟🌟

Eingangsbereich des Museums

Zur Zeit findet die Austellung „Irises and Mountain Streams in Summer and Autumn“ statt. Das ist besonders schön, da die Blumen auch zur gleichen Zeit in dem großen japanischen Garten blühen, der zum Museum gehört. 🏡 In den Ausstellungsräumen darf man leider keine Fotos machen, aber dafür in dem wunderschönem Garten. 📷 Wer sich also nicht so sehr für japanische Kunst aus dem 19. Jahrhundert oder vorchristliche Bronzearbeiten aus China interessiert, sollte sich wenigstens den Garten anschauen. 😃😃

Im japanischen Garten gibt es ein Restaurant und ein Teehaus und zahlreiche Buddhastatuen. Ich lasse einfach ein paar Fotos folgen. 😊

Hier sieht man die Schwertlilien (engl.: Irises)

Der Garten ist von kleinen Teichen und Wasserläufen durchzogen

Gartengebäude mit Bambus

Eine der zahlreichen Statuen

Bis bald, Hannah 💕